• Unsere Verkaufshotline 0 21 2 / 6 45 00 12
  • Kostenloser Versand in Deutschland
  • 1 Monat Rückgaberecht

Das Produkt "Antriebswelle" "Gelenksatz" "Manschettensatz"

1.Geschichte der Gelenkwellen

a)

Viele Jahrhunderte waren die Wagen von Tieren gezogen und die Räder mit Hilfe starrer Achsen

befestigt und gelagert. Das genügte damals den gestellten Anforderungen voll und ganz.

Es bestand lange Zeit kein Zwang zur Verbesserung.

Die Entwicklung der Gelenkwellen besteht aus 3 großen Abschnitten:

-Ringgehänge

Von etwa 400 vor Christus bis in das 16.Jahrhundert

Diese Lösung ist vergleichbar mit einem Tintenfaß, das sich innerhalb eines sechsflächigen, prismenförmigen Gehäuses befindet. Jede der Gehäuseflächen war mit einer Öffnung für den Federkiel versehen. Das Gelenkkreuz  im Inneren bewirkte , daß das Tintenfaß stets aufrecht und bei entsprechender Drehung des Gehäuses durch jede der Öffnungen erreichbar gelagert wurde.

-Ringgelenk

Vom 16. bis 19. Jahrhundert spricht man vom Ringgelenk. Der Arzt, Philosoph und Mathematiker

Geronimo Cardano kannte ebenfalls das Prinzip des Ringgehänges. Bereits um 1550 benutzte er das Ringgehänge für die Konstruktion enes Schiffskompasses, der in Ringen gelagert war.

Im Jahre 1664 erhielt der Engländer Robert Hooke das Patent für ein Kardangelenk (Kreuzgelenk), das die Verbindung von zwei sich schneidenden Antriebswellen ermöglichte. Beide, Hooke und Cardano, gelten damit zu Recht als Pioniere der Gelenkwelle. Die Bezeichnungen "Hookes Gelenk" und "Kardangelenk" sind uns noch heute als Begriffe für das Kreuzgelenk erhalten geblieben.

-Kreuzgelenk

Vom 19. Jahrhundert an bis heute spricht man vom Kreuzgelenk als dem Element zur Kraftübertragung von Wellen mit sich kreuzenden Achsen. Zunächst setzte sich als Antriebsform der Fahrzeuge der Hinterradantrieb durch, da die für den Vorderradantrieb notwendige Kombination von Radantrieb und Radlenkung zu dieser Zeit noch nicht gelöst werden konnte. Die beim Hinterradantrieb zwischen Motor und starrer Hinterachse notwendige Längswelle mit Kreuzgelenken bereitete dagegen aufgrund der kleinen Beugewinkel keine besonderen Probleme. Erst die Leistungssteigerung der Motoren und die damit verbundenen höheren Fahrgeschwindigkeiten führten dazu, daß die Starrachse durch die heute übliche Einzelradaufhängung ersetzt wurde.

In kleinen Stückzahlen wurde bereits 1895 und 1899 die heute zum Standard entwickelte Bauweise mit vorne eingebautem Motor und vorne angetriebenen Rädern realisiert. Der endgültige Siegeszug der vorderradangetriebenen PKW`s begann in den Jahren 1931 und 1932. Mit der Entwicklung des Frontantriebs ergaben sich neue Anforderungen an den gesamten Antriebsstrang. Die Gelenkwellen sollten große Beugewinkel vom 15 - 35 Grad  und gleichzeitig einen Wellenlängenausgleich von 30-40mm zulassen, was mit den damals üblichen Kreuzgelenken nur auf Kosten des Fahrkomforts erzielt werden konnte.

b) Festgelenkbauformen

-Kreuzgelenk

Louis Renault baute 1898 in seinem ersten selbstkonstruierten Wagen eine Längswelle mit Kreuzgelenken ein, die als Kardanwelle bekannt wurde.Diese Längswelle setzte sich durch und erwies sich auch langfristig als so effektiv, daß sie noch heute in fast allen Fahrzeugen mit vorne liegendem Motor und Hinterradantrieb eingesetzt wird. Um aus Bautoleranzen und Motor-Getriebe-Bewegungen resultierende Montageverspannungen sowie auch auch Differentialbewegungen zu vermeiden, wurde eine Schiebehülse mit Zahnprofil in das Rohr integriert. Die Entwicklung hin zu immer leistungsfähigeren Fahrzeugen, bei denen sich die Längswelle über 6000 Umdrehungen/Minute drehte, zwang dazu, die Welle konstruktiv diesen Leistungsmerkmalen anzupassen. Die erste Biegeeigenfrequenz der Welle lag nun im Bereich der Betriebsdrehzahlen, gekennzeichnet durch einen Schwingungsvorgang (Resonanzfrequenz), bei dem die Wellenschwingung sich selbst verstärkt.

 

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.